Wenn Stress zum Motivationskiller wird

Digitale Infrastruktur | WiredScore on December 06, 2017

Wer dauernd gestresst ist, ist auch weniger motiviert. Als Ursache für gestresste Mitarbeiter lassen sich zunehmend Probleme mit der digitalen Infrastruktur ausmachen.

Stress im Büro kann vielfältige Ursachen haben, in der digitalen Welt zählt dazu auch eine schlechte digitale Infrastruktur. Die Internetverbindung gehört heute zu den elementarsten Bedürfnissen von Unternehmen, sie ist für ein Büro genauso wichtig wie Strom, Wasser oder Wärme. Treten Probleme bei der Verbindung auf, führt das nicht nur zu einer ineffizienteren Arbeit, sondern auch zu einer erhöhten Stressbelastung der Arbeitnehmer. In einer Zeit, in der Work-Life-Balance und Wohlfühlen am Arbeitsplatz großgeschrieben werden, kann das für Unternehmen schnell zum Problem werden. Im Auftrag von WiredScore führte YouGov eine Umfrage unter über 300 deutschen Führungskräften durch, daraus geht unter anderem hervor, was die drei häufigsten Probleme bezüglich Konnektivität sind und welche Folgen diese Probleme nach sich ziehen können.

1. Große Anhänge

Ein Drittel der Befragten gab als häufigstes Problem im Alltag das Versenden von E-Mails mit großen Dateianhängen an. Obwohl sie schon seit der Frühzeit des Internets existiert, ist die E-Mail auch heute noch ein wichtiges und unverzichtbares Kommunikationsmittel. Broschüren für Kunden, Angebote oder Rechnungen, es gibt kaum etwas, das heutzutage nicht per E-Mail verschickt wird. Solche Dateianhänge können natürlich auch mal etwas größer ausfallen. Wenn E-Mails nicht immer zuverlässig empfangen und versendet werden, bedeutet das selbstredend mehr Arbeit: Angestellte müssen nachfragen, ob eine bestimmte Nachricht ankam, oder sie erneut senden.

2. Wartezeiten und geringe Bandbreite

Lange Wartezeiten bei Downloads nannten 28 Prozent der Studienteilnehmer als häufiges Konnektivitätsproblem. Es liegt auf der Hand, dass irgendetwas schiefläuft, wenn man sich im Jahr 2017 an die Zeiten von 56k-Modems und Fotos, die sich Zeile um Zeile aufbauen, erinnert fühlt. Der Abbau von eigenen Server-Kapazitäten zugunsten von Cloud-Speichern und SaaS-Lösungen gilt als das Zukunftsmodell schlechthin. Doch ohne verlässliche Internetverbindungen kann die Auslagerung von Daten und Diensten schnell in einem Desaster münden. Aber auch schon eine ruckelige Videokonferenz führt zu Stress bei allen Beteiligten. Insgesamt wird Kommunikation über die ganze Welt immer wichtiger. Damit die neuen vernetzten Arbeitsabläufe reibungslos funktionieren muss ausreichend Bandbreite bereitgestellt werden, 24 Prozent der Befragten empfinden diese allerdings als zu gering.

3. Schlechter Empfang unterwegs

Smartphones und Tablets sind heute aus der Arbeitswelt nicht mehr wegzudenken. Klar, dass diese Geräte guten Empfang benötigen, damit sie produktiv eingesetzt werden können. Für ein Viertel der teilnehmenden Führungskräfte ist die Qualität des mobilen Empfangs (WLAN, 3G, 4G) jedoch unzureichend.

Mehr Stress weniger Motivation

Insgesamt sagen Dreiviertel des Führungspersonals, dass ihre Mitarbeiter regelmäßig Probleme mit der Konnektivität haben. Eine ungenügende Internetverbindung kann sich sogar negativ auf den Geschäftserfolg auswirken. Elf Prozent der befragten Unternehmen mussten deshalb schon den Verlust von Kunden hinnehmen. Internetseiten, die nicht oder zu langsam laden, E-Mails, die nicht ankommen oder der Ausfall von Web-Diensten, wohl kaum ein Arbeitnehmer der sich darüber nicht schon einmal aufgeregt hätte. Kommt das häufiger vor, kann es durchaus problematisch werden. Knapp die Hälfte der befragten Führungskräfte sehen einen Zusammenhang zwischen schlechten Verbindungen und dem Stresslevel ihrer Angestellten. Das wiederum führe in 43 Prozent der Fälle zu einer geringeren Produktivität und bei 29 Prozent der Mitarbeiter zu sinkender Arbeitsmotivation. Den Zusammenhang zwischen schlechten Verbindungen und Stress belegt auch der Ericsson Mobility Report 2016. Laut dieser Studie erhöhen lange Ladezeiten für Webseiten und langsames Video-Streaming die Herzfrequenz und damit auch das Stresslevel. Dadurch entsteht eine vergleichbare Stressbelastung wie die beim Ansehen eines Horrorfilms. Diese Erkenntnisse sollten Verantwortliche bei der Entscheidung für eine neue Gewerbeimmobilie bedenken, denn schlechte Konnektivität kann sie teuer zu stehen kommen.

Konnektivitätsstudie

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