NRWs Büroimmobilienmarkt feiert erste digitale Vorreiter der Region

Insights | WiredScore on July 16, 2018

Das PropTech-Unternehmen WiredScore hat seinen Markteintritt in Nordrhein-Westfalen gefeiert: Im Rahmen einer Abendveranstaltung im Kölner Harbour.Club wurden die digitalen Vorreiter in der Region vorgestellt und das Thema Konnektivität von Büroimmobilien bei einer Podiumsdiskussion beleuchtet.

Sven Aengenvoort, National Director & Team Leader Landlord Representation bei JLL, stellte fest: „Viele Nutzer und Eigentümer haben heute noch keinen ausreichenden Überblick über ihr eigenes Konnektivitäts-Potential.“ Ihnen fehlen oft genaue Informationen über die Art und Leistungsfähigkeit der Internet- oder Mobilfunkanbindung im eigenen Gebäude.

Dem schafft WiredScore nun Abhilfe: Das Unternehmen hat bereits zwei Immobilien in Köln im Hinblick auf ihre digitale Infrastruktur geprüft und zertifiziert. 

Der im MediaPark gelegene KölnTurm des kanadischen Immobilieninvestors Dream Global REIT wurde als erstes Gebäude in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Darüber hinaus wurde die Immobilie Kaiser Hof, die derzeit von der Projektentwicklungsgesellschaft Art-Invest Real Estate erstellt wird, mit der höchsten WiredScore Zertifizierungsstufe in Platin ausgezeichnet. 

„Beide Gebäude entsprechen damit modernsten Standards und berücksichtigen die Konnektivitätsbedürfnisse von Mietern im digitalen Zeitalter in besonderem Maße“, sagte Sebastian Seehusen, Director of Germany bei WiredScore.

WiredScore prüft aktuell sieben weitere Bürogebäude in Nordrhein-Westfalen. So haben ABG & BEMA, Hines, MOMENI und PATRIZIA Immobilien Gebäude im Zertifizierungsprozess.

Sebastian Kohts, Director Business Development bei WiredScore, erklärt die Motivation dahinter: „Wenn heute das Internet ausfällt, stehen bei vielen Unternehmen alle Geschäftsprozesse still. Entsprechend spielt das Thema Konnektivität bei der Anmietungsentscheidung eine immer wichtigere Rolle. Mit der WiredScore-Zertifizierung schaffen wir die nötige Transparenz für den Nutzer und zeigen gleichzeitig Verbesserungspotentiale für den Eigentümer auf.“

Mit solchen Verbesserungen könnte sich für Dr.-Ing. Claudia Nagel, Co-Founder und Geschäftsführerin Operations, Technik und Finanzen des PropTechs KIWI, etwas ändern. Ihr Unternehmen bietet ein Online-Türzugangssystem – und installiert mangels verlässlicher Infrastruktur vor Ort die passenden Systeme dazu immer noch selbst. „Die Diskrepanz zwischen dem, was möglich ist, und der Realität ist immer noch sehr groß“, stellte sie fest.

Sven Aengenvoort wies in dem Zusammenhang auf Sicherheitsbedenken, sowohl seitens der Nutzer, als auch der Eigentümer hin: „Haftungsrisiken müssen nicht nur zwischen den beiden Parteien, sondern auch den beteiligten Dienstleistern geklärt sein.“ Norman Meyer, Leiter digitale Geschäftsmodelle der Drees & Sommer SE, fügte hinzu: „Auch unterschiedliche Datenstandards und -formate verzögern den Fortschritt vieler Digitalisierungsprozesse.“

Für Sebastian Kohts steckt die Spannung der digitalen Entwicklung darin, wie die Unternehmen die Infrastruktur am Ende nutzen: „Konnektivität ist nur das Mittel zum Zweck. Spannend ist, welche Geschäftsmodelle Mieter und Eigentümer daraus entwickeln.“

Folgende Gebäude durchlaufen in Nordrhein-Westfalen derzeit den WiredScore-Zertifizierungsprozess:

  • WALLARKADEN von MOMENI (Rudolfplatz 3-7, 50674 Köln)
  • Kasernenstraße 39-49 von Hines (Kasernenstraße 39-49, 40213 Düsseldorf
  • SMART OFFICE, Airport City, von ABG & BEMA (Klaus-Bungert-Str. 8/8a, 40474 Düsseldorf)
  • KÖ-Quartier Core von Hines (Königsallee 45, 47, 49-51, 53-55, Breitestr. 34, 40213 Düsseldorf)
  • KÖ-Quartier Development von Hines (Benrather Straße 31, Breitestr. 20, 28, 40213 Düsseldorf)
  • Carlsquartier von Hines (Kasernenstraße 54, 40213 Düsseldorf)
  • Broadway Office, PATRIZIA (Breite Straße 29-31, 40213 Düsseldorf)

Fotos © offenblende.de

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